| Zurück |
* 29.10.1897 Rheydt
Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Bonn, Freiburg, Würzburg, Heidelberg, Zunächst dem linken Flügel der Partei zugewandt, erkannte er bald in Hitler den kommenden Mann. Für seinen Umschwung mit der Leitung des Gaus Berlin belohnt, sammelte er hier nicht zuletzt wegen seines Redetalents eine große NSDAP-Anhängerschaft. Goebbels, der seine Hauptaufgabe nunmehr darin sah, Hitler als den Retter Deutschlands aufzubauen, benutzte in seinen Reden alles, was dazu taugte, bei den Zuhörern den "Führermythos" entstehen zu lassen, der Hitler als alleiniges Allheilmittel gegen die "Wunden der Vergangenheit" (Versailler Vertrag), gegen das Judentum und gegen die Marxisten darstellte. Später organisierte er die Gleichschaltung der Massenmedien und des kulturellen Lebens; auch hier benutzte er sein Talent, andere durch seine Redegewandtheit zu überzeugen, gleichzeitig aber auch Bestechung und Terror. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schürte Goebbels durch die totale Kontrolle der Medien die Ängste in der Bevölkerung vor den "asiatischen Horden". Mit Hilfe dieser Manipulationen gelang es ihm immer wieder, den Widerstandswillen neu zu beleben, obwohl er selbst schon längst nicht mehr an einen Sieg glaubte. Schließlich ignorierte er Hitlers Testament und beging wenige Stunden nach Hitlers Tod im Hof der Reichskanzlei Selbstmord. Dabei ließ Goebbels seine sechs Kinder von einem Arzt vergiften und erschoß sich selbst. Seine Frau Magda Goebbels vergiftete sich mit Zyankali. |
![]() |
![]() |
![]() |