Joseph Goebbles


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Goebbels, Joseph, dt. Politiker

* 29.10.1897 Rheydt
† 01.05.1945 Berlin (Selbstmord)

Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Bonn, Freiburg, Würzburg, Heidelberg,
1921 Dr. phil.,
1924 Mitarbeiter der Eberfelder "Völkischen Freiheit", Eintritt in die NSDAP,
1925 Geschäftsführer im Gau Rheinland-Nord, Mitarbeiter Strassers, Chefredakteur der "Nationalsozialistischen Briefe", 1926 Gauleiter von Berlin-Brandenburg,
1927–1934 Herausgeber des "Angriff" (Hetzblatt gegen die Weimarer Demokratie),
ab Mai 1928 Reichstagsabgeordneter,
November 1928 Übernahme der Parteipropaganda,
1932 Reden zum Wahlkampf der NSDAP, am 13. März 1933 Ernennung zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda,
am 1. April 1933 Organisation des Judenboykotts,
Herbst 1933 Präsident der von ihm gegründeten Reichskulturkammer, Herbst 1938 publizistische Vorbereitung,
9./10. November 1938 Durchführung des Juden-Pogroms,
1942 Anordnung der Deportation der Berliner Juden,
am 18. Februar 1943 Rede mit dem Aufruf zum "totalen Krieg" im Berliner Sportpalast,
Juli 1944 Generalbevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz,
am 30. April 1945 testamentarisch zum Reichskanzler ernannt,
am 1. Mai 1945 Selbstmord.

Goebbels war einer der gefürchtetsten, aber auch begabtesten Propagandisten des NS-Regimes.

Zunächst dem linken Flügel der Partei zugewandt, erkannte er bald in Hitler den kommenden Mann. Für seinen Umschwung mit der Leitung des Gaus Berlin belohnt, sammelte er hier nicht zuletzt wegen seines Redetalents eine große NSDAP-Anhängerschaft. Goebbels, der seine Hauptaufgabe nunmehr darin sah, Hitler als den Retter Deutschlands aufzubauen, benutzte in seinen Reden alles, was dazu taugte, bei den Zuhörern den "Führermythos" entstehen zu lassen, der Hitler als alleiniges Allheilmittel gegen die "Wunden der Vergangenheit" (Versailler Vertrag), gegen das Judentum und gegen die Marxisten darstellte.

Später organisierte er die Gleichschaltung der Massenmedien und des kulturellen Lebens; auch hier benutzte er sein Talent, andere durch seine Redegewandtheit zu überzeugen, gleichzeitig aber auch Bestechung und Terror.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schürte Goebbels durch die totale Kontrolle der Medien die Ängste in der Bevölkerung vor den "asiatischen Horden". Mit Hilfe dieser Manipulationen gelang es ihm immer wieder, den Widerstandswillen neu zu beleben, obwohl er selbst schon längst nicht mehr an einen Sieg glaubte.

Schließlich ignorierte er Hitlers Testament und beging wenige Stunden nach Hitlers Tod im Hof der Reichskanzlei Selbstmord. Dabei ließ Goebbels seine sechs Kinder von einem Arzt vergiften und erschoß sich selbst. Seine Frau Magda Goebbels vergiftete sich mit Zyankali.

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