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Graf, Willi
* 02. 01. 1918 Kuchenheim bei Euskirchen,
† 12. 10. 1943 München (hingerichtet)
Aufgewachsen in Saarbrücken, Sohn eines Kaufmanns im Weingroßhandel. Aktiv in katholischen Jugendgruppen, auch unter dem NS-Verbot, daher nach der Jahreswende 1937/38 einige Zeit in Haft wie Hans Scholl, anschließend amnestiert. 1937 Abitur, Arbeitsdienst, Beginn des Medizinstudiums in Bonn bis zum Physikum im September 1939. Wechsel nach München, dort aber 1940 Ausbildung zum Sanitäter, ab September in den besetzten Westgebieten eingesetzt. 1941 Teilnahme in gleicher Funktion am Serbien- und Rußland-Feldzug. Im Sommersemester 1942 in München Fortsetzung des Studiums.
Dort Freundschaft mit Hans Scholl und Alexander Schmorell; Juli - Oktober 1942 Feldfamulatur in Rußland.
Beteiligung an der Formulierung des Fünften und Sechsten Flugblatts der Weißen Rose Anfang 1943; versuchte durch mehrere Reisen in andere deutsche Städte Kontakte zu weiteren Widerstandszellen aufzunehmen.
Verhaftung am 18. Februar 1943, zusammen mit Hans und Sophie Scholl in der Universität München; Verurteilung am 19. April 1943 durch den Volksgerichtshof zum Tode.
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