| Zurück |
Unter dem Eindruck der katastrophalen Niederlage bei Stalingrad beschloß die Gruppe schließlich, aktiv in den Widerstand zu gehen. Die Mitglieder der Weißen Rose wußten, daß sie sich mit ihren Aktionen in Lebensgefahr begaben. Die Flugblätter, die sie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München verteilten, enthielten zunächst allgemeine ethisch-moralische Texte. Erst später gingen sie auf die aktuelle Politik ein. In ihrem letzten Flugblatt forderten sie ihre Kommilitonen auf, sich gegen das Regime zu erheben. Sophie Scholl wurde von einem Hausmeister beobachtet, als sie von der Empore die Flugblätter in den Lichthof der Universität flattern ließ. Kurz darauf wurden die Geschwister von der Gestapo verhaftet und wenige Tage später, am 22. Februar 1943, hingerichtet. Über ihre Adressen und Telefonnummern kam die Gestapo auch an weitere Mitglieder der Weißen Rose. So wurden Willi Graf, Alexander Schmorell und Professor Kurt Huber im April 1943 zum Tode verurteilt. Unter den Studenten gab es viele, die dem Regime gegenüber eine Protesthaltung eingenommen hatten. Es gelang allerdings nur sehr wenigen, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen. Die Gefahr, an einen Spitzel der Gestapo zu geraten, war zu groß. So blieben viele protestierende Studenten mit ihrem Wunsch nach Veränderung allein. |
![]() |
![]() |
![]() |